2004: Diagnose Häusliche Gewalt

Seelische und körperliche Folgen erkennen und behandeln

Die VertreterInnen der Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve, die Frauenberatungsstelle IMPULS in Goch und die Ärztekammer Nordrhein haben die Kreis Klever ÄrztInnen und TherapeutInnen am 17. November 2004 zum Fachtag  „Diagnose: Häusliche Gewalt“ ins Schloss Moyland eingeladen. Der attraktive Tagungsort stand auch für eines der Anliegen der VeranstalterInnen, die das Thema Häusliche Gewalt aus der Tarnung der Privatsphäre in die Mitte öffentlicher  Aufmerksamkeit holen wollen.

Seelische und körperliche Folgen erkennen und behandeln

Der Fachtag für ÄrztInnen und TherapeutInnen, der als Fortbildungsveranstaltung von der Ärztekammer Nordrhein mit Weiterbildungspunkten honoriert wurde, hatte zum Ziel, VertreterInnen der Gesundheitsversorgung stärker als bisher für die Teilnahme an diesen Netzwerken zu gewinnen. Denn sie sind oft die ersten AnsprechpartnerInnen für Menschen, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind, und sie sind tagtäglich mit den gesundheitlichen Folgen von häuslicher Gewalt konfrontiert, seien dies körperliche Schäden oder psychische Beeinträchtigungen.

Fachvorträge und Workshops setzten sich eingehend mit Fragen von Diagnose,Therapie und Prävention im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt auseinander.

Rund 80 TeilnehmerInnen kamen zum Fachtag ins Schloss Moyland.

>>> Download der Tagungsdokumentation

>>> Download des Diagnose-Leitfadens

Zitat Birgit Fischer, frühere NRW-Gesundheitsministerin

„Wenn wir die Versorgung der Opfer häuslicher Gewalt im Gesundheitswesen verbessern möchten, müssen
wir zweigleisig fahren: Wir müssen erstens die spezifische Sensibilität und Kompetenz der dort Tätigen um
Umgang den Opfern weiter stärken. Zweitens gilt: Nur eine konstruktive interdisziplinäre Zusammenarbeit,
insbesondere auf lokaler Ebene, wird den Schutz und die Hilfe für die Betroffenen vor Ort spürbar verbessern.
Notwendig ist daher auch eine bessere Verzahnung der Einrichtungen der Gesundheitsversorgung mit den
bestehenden regionalen Kooperationen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt“.